Die Immobilienbranche hatte den besten Start ins Jahr, den man sich vorstellen kann. Der deutschen Wirtschaft geht es insgesamt so gut wie lange nicht mehr. Darin sind sich führende Wirtschaftsinstitute, Verbände und Marktbeobachter einig. Die Immobilienbranche profitiert davon in ganz besonderen Maße, weil der Konjunkturmotor mit billigem Geld angeheizt wird, was den Erwerb und den Bau oder Umbau von Immobilien äußerst attraktiv macht. Der Wohnungsengpass in den Städten übt zudem einen hohen Druck auf die Preise aus. Alles in allem dreht sich die Spirale aus mangelnden Anlagealternativen, Erwerbsdruck und Angebotsknappheit immer schneller.

In seiner neuesten Konjunkturprognose geht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, DIW Berlin, davon aus, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr insgesamt um 2,2 Prozent wachsen wird, aber nicht auf dem Weg der Überhitzung ist. Zum Vergleich: Die Präsidenten des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie und des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes erwarten für ihre Branche steigende Umsätze um nominal vier Prozent auf gut 117 Mrd. Euro. Im Wohnungsbau gehen die beiden Verbände für 2018 von einem Umsatzplus von 3,5 Prozent aus, die Zahl der fertiggestellten Wohnungen dürfte weiter auf etwa 320.000 Einheiten steigen. Die Zunahme bleibe jedoch auf den weiterhin boomenden Geschosswohnungsbau beschränkt. Der klassische Eigenheimbau werde dagegen auf Vorjahresniveau stagnieren.

Auch die Stimmung auf dem Immobilienmarkt ist hervorragend. Der neue IW-ImmobilienScout24-Index, der quartalsweise von ImmobilienScout24 in Kooperation mit dem Institut der Wirtschaft, IW Köln, ermittelt wird, bestätigt das. Befragt wurden 600 Immobilienunternehmen: Sie bewerten die aktuelle Lage am Markt und die Aussichten für die kommenden zwölf Monate weiterhin als ausgezeichnet, auch wenn sich die Rahmenbedingungen allmählich ein wenig verschlechtern.