Wenn die Bananen knapp sind, werden die wenigen, die es gibt, teuer angeboten. Mit Wohnungen ist das genauso. Daher schauen alle interessiert auf die Umsätze im Bauhauptgewerbe, auf die Fertigstellungszahlen im Wohnungsbau und die Baugenehmigungszahlen.

Die Umsätze im Bauhauptgewerbe waren im Februar 2018 um 10,5 höher als im Februar 2017. Alle Wirtschaftszweige des Bauhauptgewerbes verbuchten Umsatzzuwächse im Vorjahresvergleich.

Das ist die richtige Richtung. Leider wurden in Deutschland im ganzen Jahr 2017 nur 284.800 Wohnungen fertig gestellt. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, waren das lediglich 2,6 Prozent oder 7.100 Wohnungen mehr als im Vorjahr. Die im Jahr 2011 begonnene positive Entwicklung setzte sich zwar weiter fort, aber viel zu zaghaft. Die neu gebauten Wohnungen können kaum dazu beitragen, den Markt zu entspannen. Die Mieten in den Großstädten werden vorerst weiter steigen.

Trotz des Rückgangs der Baugenehmigungen im Jahr 2017 um 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr war die Zahl der genehmigten Wohnungen mit 347.900 Wohnungen weiterhin deutlich höher als die Zahl der Fertigstellungen. Das führte zu einem Überhang von nunmehr 653.300 genehmigten, aber noch nicht fertig gestellten Wohnungen.

Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) müssten pro Jahr etwa 380.000 Wohnungen gebaut werden. Nur dann kommen Wohnungsangebot und -nachfrage wieder überein. Auch die Bundesregierung peilt 375.000 Wohnungen pro Jahr an. Die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen sind demgegenüber ernüchternd.

Noch drastischer sind die aktuellsten Zahlen: Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im März 2018 um 15,1 Prozent niedriger als im Vormonat. Zwar erklärt sich dieses Ergebnis mit dem Ausnahmeergebnis des Vormonats, dennoch zeigt es, wie langsam der Markt auf den Engpass bei Wohnungen reagiert.