Immobilien unter Denkmalschutz bilden einen wesentlichen Teil der Identität eines Landes und seiner Bürger. Fast die Hälfte aller Deutschen fänden es reizvoll, selbst in einem unter Denkmalschutz stehenden Haus zu wohnen. Das gilt ganz besonders für die 30- bis 44-Jährigen.

Eine Studie des IfD Institut Allensbach hat untersucht, welchen Städten es besonders gut gelungen ist, die historische Bausubstanz zu erhalten. Danach belegt Dresden bereits zum dritten Mal nach 2006 und 2012 den Spitzenplatz. Auf Platz zwei rückt Berlin auf. München kann sich auf Rang drei verbessern und liegt jetzt vor Leipzig, das auf Platz vier steht. Den größten Zuwachs gegenüber 2012 erzielt Hamburg. Die Hansestadt steht nun auf Platz fünf.

Die beliebteste Immobilienart unter den historischen Objekten sind Fachwerkhäuser. Jeder vierte Deutsche empfindet sie als die schönsten unter den Denkmalgebäuden. Auf den Plätzen dahinter folgen ehemalige Fabrikgebäude, in denen Lofts eingerichtet sind, historische Burg- und Schlossanlagen sowie Gründerzeithäuser aus der Zeit um 1900. Besonders beliebt sind Fachwerkhäuser bei den über 60-Jährigen sowie bei Frauen. Bei den unter 30-Jährigen zählen dagegen Lofts in ehemaligen Fabrikgebäuden zu den beliebtesten Wohnarten, Fachwerkhäuser folgen in dieser Altersgruppe erst an dritter Stelle hinter dem Wohnen in historischen Burg- und Schlossanlagen.

Interessenten sind bereit, für Wohnungen in Denkmalimmobilien einen höheren Kaufpreis zu zahlen als für andere Immobilien. Die höhere Zahlungsbereitschaft stützt sich vermutlich auf die Erwartung, dass Gebäude mit Denkmalschutz eine höhere Wertsteigerung erzielen als andere Objekte.

Das Interesse an Denkmalimmobilien ist groß, obwohl nur 14 Prozent der Bundesbürger die steuerlichen Vorteile kennen. Der Staat fördert Investitionen in Denkmäler, weil deren Erhalt ein Gewinn für alle Bürger ist. Eigentümer denkmalgeschützter Immobilien können für die Restauration, Instandsetzung oder den Erhalt eine Förderung beantragen.