Rechtssicherheit für Ferienwohnungen - §13a Baunutzungsverordnung
Der Trend, eine Ferienwohnung als Kapitalanlage oder aber als Zweitwohnung zu erwerben ist bei den Deutschen ungebrochen.

Dabei bestand bisher sehr häufig eine baurechtliche Unsicherheit. Oftmals sind Ferienwohnungen entweder in private Wohnhäuser integriert oder aber zumindest im privaten Umfeld anzutreffen. Die Frage, die sich immer wieder stellt, sind Ferienwohnungen in reinen oder allgemeinen Wohngebieten baurechtlich zulässig.

Insbesondere in den Ländern Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern haben die Verwaltungsgerichte in den vergangenen Jahren die Auffassung vertreten, dass weder in reinen noch in allgemeinen Wohngebieten Ferienwohnungen bauplanungsrechtlich genehmigungsfähig sind.

Mit der kürzlich in Kraft getretenen Städtebaurechtsnovelle ist der Gesetzgeber nun dieser Auffassung entgegengetreten und hat klargestellt, dass Ferienwohnungen je nach Ausgestaltung als nichtstörender Gewerbebetrieb, Betrieb des Beherbergungsgewerbes oder als kleiner Betrieb des Beherbergungsgewerbes angesehen werden können (§13a Baunutzungsverordnung). Solche Nutzungen sind bauplanungsrechtlich auch in reinen und allgemeinen Wohngebieten zulässig.