Der Immobilienmarkt hat sich im Zuge der Niedrigzinspolitik und wegen des starken Zuzugs in die Städte so rasant entwickelt wie nie zuvor. Das hat in den vergangenen Jahren zu starken Verwerfungen geführt. Die bisherigen politischen Maßnahmen, wie beispielsweise die Mietpreisbremse, konnten die negativen Auswirkungen kaum mildern.

Jetzt hat der Bundestag mit der Einsetzung eines Ausschusses für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen ein deutliches Signal gesetzt. Die Probleme sind offenbar erkannt. 24 Mitglieder des neuen Ausschusses sollen wirksame politische Maßnahmen finden, um die Situation zu entspannen.

Unter einem Bundestagsausschuss versteht man eine Gruppe von Mitgliedern des Deutschen Bundestages, die sich um ein bestimmtes Thema kümmert. Die Bundestagsausschüsse dienen der Vorbereitung der Bundestagsentscheidungen, da aufgrund der Größe des Plenums nicht alle Beschlüsse und Gesetzesentwürfe den Bundestag in seiner Gesamtheit durchlaufen können. In den Bundestagsausschüssen werden die Gesetzesentwürfe abstimmungsreif gemacht.

Die wohnungs- und immobilienwirtschaftlichen Verbände begrüßen diesen Schritt: „Das ist ein großer Erfolg für die Wohnungswirtschaft, die sich von Anfang an für einen eigenständigen Ausschuss eingesetzt hatte. Damit werden die gesellschaftlich so wichtigen Themen rund ums Bauen und Wohnen sinnvoll mit den Bereichen Stadt- und Regionalentwicklung verknüpft“, erklärte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW. „Ziel muss es sein, dauerhaft und in ganz Deutschland für gleichwertige Lebensverhältnisse zu sorgen.“

Die Arbeit des Ausschusses wird sich beispielsweise um die Themen Wohnungsknappheit in den Ballungsräumen, Bezahlbarkeit von Wohnungen, Wohnen in ländlichen Regionen, Förderung der Bautätigkeit oder Erhöhung der Wohneigentumsquote kümmern.