Der Immobilienkauf will gut überlegt sein. Das gilt besonders in der derzeitigen Hochpreisphase. Für die Umsetzung der eigenen Vorgaben stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Wer in den Bereichen Baujahr, Größe, Ausstattung, Lage, Preis und Immobilienart – zum Beispiel Ein- oder Zweifamilienhaus, Reihenhaus oder Eigentumswohnung – flexibel ist, kommt schneller zum Ziel. Einige der genannten Faktoren haben jedoch eine größere Bedeutung als andere. Die Ausstattung eines Hauses lässt sich auch Jahre später noch verbessern, die Lage ist dagegen ein unveränderliches Kriterium. Daher wiegt die Entscheidung für oder gegen einen Standort während der Immobiliensuche schwerer als alle anderen Komponenten. Weil Immobilien in der Stadt in den vergangenen fünf Jahren stark im Preis gestiegen sind, entscheiden sich wieder mehr Immobilienkäufer für preiswertere Lagen. Dabei müssen sie jedoch höhere Mobilitätskosten einkalkulieren. Auch das Baujahr ist ein unveränderliches Merkmal, das den Wert und somit den Preis beeinflusst, jedoch nur im Zusammenhang mit dem Zustand einer Immobilie, der durch Renovierung oder Sanierung jederzeit maßgeblich verbessert werden kann. Das Baujahr ist daher ein eher zu vernachlässigendes Merkmal bei der Immobiliensuche. Entscheidender ist die Größe. Dabei kommt es vor allem darauf an, wie viele Personen das künftige Domizil bewohnen werden. Für jede Person sollte mindestens ein Zimmer vorhanden sein, lautet die gängige Formel. Doch auch hier sind Kompromisse möglich. So kann überlegt werden, ob ein großes Zimmer möglicherweise teilbar wäre, ob es Ausbaureserven gibt oder ob ein Anbau realisierbar ist. Auch andersherum lässt sich prima planen: Ein zu großes Haus eignet sich möglicherweise durch Aufteilung zur Vermietung oder zur Aufnahme von Familienmitgliedern, die auch bei der Finanzierung helfen können.