Kreditinstitute müssen die finanzielle und wirtschaftliche Lage des Kunden bei der Vergabe von Immobilien-Darlehen eingehend prüfen. Anfang 2016 hatte die Bundesregierung mit der sogenannten Wohnimmobilienkreditrichtlinie eine strengere Prüfung der Kreditwürdigkeit eingeführt. Nach Protesten von Verbänden und Banken wurden die Regelungen zur Vergabe von Darlehen präzisiert. Künftig kann beispielsweise eine Wertsteigerung durch Baumaßnahmen oder Renovierung einer Wohnimmobilie wieder berücksichtigt werden. Damit sollen Hürden bei der Kreditvergabe an Senioren verhindert werden. Die Mehrzahl Senioren verfügt heute jedoch über Vermögen und kann einen wesentlichen Anteil des Kaufpreises einer Immobilie oder auch die volle Summe aus Eigenmitteln aufbringen. Oft stammt das Geld aus dem Verkauf einer anderen Immobilie, aus Einmalzahlungen von Lebensversicherungen oder erspartem Vermögen. Bequemlichkeit, Barrierefreiheit, kulturelle Angebote in der Umgebung, gute Einkaufmöglichkeiten und eine insgesamt ansprechende Infrastruktur mit Ärzten und weiteren Versorgungseinrichtungen werden dann zunehmend wichtig. Sich im Alter noch einmal neu auszurichten, braucht Zeit. Je früher man sich also entscheidet, desto eher wirken sich die Vorzüge eines bequemen Domizils aus, desto besser klappt die Eingewöhnung an die neue Umgebung und desto größer ist der Zuwachs an Lebensqualität. Die Spezialisten in der Immobilienwirtschaft sind darauf eingestellt, in jedem Einzelfall in Abstimmung mit dem Kunden individuelle Lösungen zu erarbeiten.