2019: Das ändert sich in der Immobilienbrache im neuen Jahr

Immer mehr Energieausweise verlieren ihre Gültigkeit. Ausweise mit dem Ausstellungsjahr 2008 sind bereits zum 01. Januar 2019 abgelaufen. Gebäude, die verkauft, vermietet oder verpachtet werden und vor 1966 gebaut wurden, brauchen seit dem Jahr 2008 einen Energieausweis. Wurden sie nach 1966 gebaut, gilt die Pflicht seit 2009. Wegen der auf 10 Jahre begrenzten Laufzeit müssen die Ausweise jetzt erneuert werden.

Die Förderung für Solaranlagen wird geringer. Das hat das Bundeskabinett Anfang November 2018 beschlossen. Der Entwurf sieht vor, die EEG-Förderung für Anlagen ab 40 Kilowattpeak (kWp) auf das Niveau von Freiflächenanlagen zu senken.

Heizungen sollen effizienter werden. Ab September 2019 entfallen für reine Raumheizgeräte die schlechtesten Energieklassen E, F und G. Die Klasse A+++ kommt neu hinzu. Die neue Skala reicht dann von A+++ bis D.

Sonderabschreibung für den Mietwohnungsbau. Auch die schon angekündigte Sonderabschreibung für den Mietwohnungsbau wird im laufenden Jahr voraussichtlich kommen.

Reform der Grundsteuer. Mit Urteil vom 10. April 2018 hatte das Bundesverfassungsgericht entscheiden, dass die Einheitswerte nicht mehr als Bemessungsgrundlage für die Grundsteuer verwendet werden dürfen, weil dies dem verfassungsrechtlichen Gebot der Gleichbehandlung widerspricht. Bis zum Jahresende 2019 muss der Gesetzgeber eine neue, verfassungskonforme Datenbasis zur Erhebung der Grundsteuer vorschlagen.

Zudem gibt es künftig einem vereinfachten Verfahren zur Durchführung einer Modernisierungsmieterhöhung, das alternativ zum regulären Verfahren benutzt werden kann. Das vereinfachte Verfahren gilt für Maßnahmen, bei denen die Investition für die Wohnung einen Betrag von 10.000,00 € nicht überschreitet.