Immer mehr junge Menschen ziehen in eine fremde Stadt, um zu studieren. Je gefragter der Studienort ist, desto höher sind die Mieten für ein Zimmer in der Wohngemeinschaft oder ein Apartment – von einer eigenen kleinen Wohnung ganz zu schweigen. Aber es gibt Alternativen.

Der Wohnungsmarkt für studentisches Wohnen ist weiterhin angespannt. Die durchschnittlichen Mieten für Studenten stiegen im vergangenen Jahr insgesamt in 29 von 30 der untersuchten Hochschulstandorte, lautet das zentrale Ergebnis des MLP Studentenwohnreports 2020. Besonders begehrt sind kleine Wohnungen in mittelgroßen Hochschulorten. Die steigenden Preise haben dazu geführt, dass inzwischen 30 Prozent der Studierenden in einer WG wohnen, 2003 waren es noch 22 Prozent.
Not macht aber auch erfinderisch. Die meistens von den Eltern übernommenen Mieten könnten nämlich auch für die Abzahlung einer Eigentumswohnung verwendet werden. Auf diese Weise ist der Sohn oder die Tochter während des Studiums gut mit Wohnraum versorgt und die Eltern tun gleichzeitig etwas für ihre eigene Altersvorsorge. Die durchschnittliche Miete, die Studierende in Deutschland heute zahlen, beträgt 323 Euro. Wer zusätzlich Eigenkapital in die Wohnungsfinanzierung einbringt, kann mit dem ungefähren Gegenwert der Miete bereits ein Darlehen von 100.000 Euro bedienen. Je nach Studienort kann man dafür bereits eine kleine Eigentumswohnung mit 50 bis 60 Quadratmetern bekommen – im Osten und in kleinen Städten eher als in den in großen Metropolen. Wenn die Tochter oder der Sohn die Wohnung nicht mehr braucht, kann sie nachrückenden Studenten zur Verfügung stehen. Eine größere Wohnung ließe sich eventuell auch durch Miete zahlende Mitbewohner gegenfinanzieren. Weil damit zu rechnen ist, dass die Mieten weiter steigen werden, kommt im Laufe der Jahre eine ansehnliche Einnahme als