Ein Nießbrauch kann Schenkungssteuer ersparen

Bekanntlich sind die Preise für Wohnimmobilien seit Jahren gestiegen. So erfreulich der Preisauftrieb für Eigentümer ist, er macht das Schenken und Vererben auch deutlich teurer.
Vor diesem Hintergrund rechnet es sich für Familien, Grundvermögen vorzeitig an die Kinder weiterzureichen - das Haus oder die Wohnung aber lebenslang selbst zu nutzen (Vorbehaltsnießbrauch). Dies führt auf dem Papier zu einer Wertminderung, die rasant Schenkungs- bzw. Erbschaftssteuer sparen kann.
Der Clou: Die Ersparnis ist umso größer, je früher sich die Eltern dazu entschließen. Denn für die Immobilie dürfen Sie vom Marktwert der Immobilien (Verkehrswert) den Wert des Nießbrauchs abziehen. Der ergibt sich zum Beispiel bei einem Mietshaus durch Multiplikation der jährlichen Mieteinnahmen (nach Abzug aller Kosten) mit einem Faktor aus dem Bewertungsgesetzt - und dabei spielt die statistische Lebenserwartung und damit das Alter der Eltern zum Zeitpunkt der Schenkung eine wesentliche Rolle.
Handelt es sich um ein bislang selbst genutztes Einfamilienhaus, können die Eltern dort weiterhin wohnen. Und bei einem Mietshaus fließen Ihnen die Mieteinnahmen zu. Der Nießbrauch ist von einem Notar zu besiegeln und im Grundbuch einzutragen.
Weitere Details besprechen Sie bitte mit Ihrem Steuerberater.