Mieter und Eigentümer wollen Büroimmobilien heute anders nutzen, als noch vor sieben oder zehn Jahren. Als es darum ging, auf dem Washingtonplatz in Berlin vis-a-vis des Hauptbahnhofes, also in prominenter Lage zwischen Hauptbahnhof und Bundeskanzleramt zu bauen, ging es nicht nur darum, architektonisch ein Highlight zu schaffen, sondern auch darum, technologisch Maßstäbe zu setzen.
Das neue cube berlin soll alle Möglichkeiten modernster, digitaler Technik effizient nutzen. Das Digitalisierungskonzept des cube berlin ist modular angelegt und unterstützt Mieter und Eigentümer, die Immobilie wirtschaftlicher zu betreiben. Der Projektentwickler und Bauherr, CA Immo, sagt dazu: „In der Immobilienbranche gibt es für jedes Gewerk einen Fachplaner. Nicht aber für das Thema Digitalisierung. Das war für uns natürlich eine wahnsinnige Herausforderung, zumal das Thema Digitalisierung ja in zahlreiche traditionelle Gewerke hineinspielt.“ Das internationale Beratungsunternehmen Drees & Sommer unterstützt die Generalfachplanung und entwickelte das Digitalisierungskonzept.
Die „denkende Immobilie“ soll hohe Ansprüche erfüllen. Für Anwendungen, die im cube berlin zum Einsatz kommen, ist maßgeblich, dass sie über offene Kommunikationsschnittstellen verfügen. Der bedeutendste Unterschied zu bisher bekannten Smart Commercial Buildings ist laut Drees & Sommer, dass es ein „Hirn“, das sogenannte „cube brain“ gibt. Ideell stand der Mensch mit seinen Sinnesorganen Pate für die Intelligenz des cube. Das „cube brain“ ist eine Software, die durch das Frankfurter Unternehmen Thing Technologies entwickelt wurde. Diese Software synchronisiert die unterschiedlichen Sprachen bzw. Datenprotokolle der Sensoren. An der RWTH Aachen finden in einem eigens für den cube gebauten Demozentrum umfangreiche Hard- und Softwaretests statt.
Das Gebäude mit einem Investitionsvolumen von rund 100 Millionen Euro, dessen Namengeber seine Form ist, die Kubatur, soll bis Ende 2019 fertig sein.