Wer einen üblichen Preis für eine Solarstromanlage bezahlt und 25 Prozent des Stroms selbst nutzt, erwirtschaftet je nach Lage eine Rendite von 5,6 bis 8,0 Prozent. Das vollständige Einspeisen des Solarstroms ohne Eigenverbrauch bringt dagegen nach Berechnungen von „Finanztest“ nur 1,0 bis 3,3 Prozent Rendite. Wenn das Hausdach nicht geeignet ist, bieten Carport, Garage oder Terrassendach ebenfalls Platz für eine Fotovoltaikanlage.
Seit die Preise für Solarmodule gesunken sind, boomt Fotovoltaik in Deutschland wieder. Die Zahl der Neuinstallationen ist 2017 um 15 Prozent gegenüber den beiden Vorjahren gestiegen. Doch manchmal stößt ein Hausbesitzer bei der Umsetzung an Grenzen. Nicht jedes Dach ist zur Installation geeignet, zum Beispiel wenn der Neigungswinkel ungünstig ausfällt.
Gute Alternativen sind Carports und Garagen mit integrierter Solaranlage. Architektonisch attraktiv sind Terrassenüberdachungen aus Solarmodulen. Sie lassen tagsüber viel Licht durchscheinen und schützen zudem vor der Sonne. Eigentümer sollten sich vor dem Bau über das Genehmigungsverfahren informieren, weil die Vorgaben je nach Wohnort variieren. Einfache Solarcarports sind bereits ab 5.000 Euro zu haben. Die Investition kann sich je nach Ausbeute innerhalb von zehn Jahren auszahlen.
Das IKEA Möbelhaus unterstützt mit einer gezielten Aktion die Verbreitung von Solarenergie und will das Thema Solar hierzulande reif für den Massenmarkt machen. Nach einer Pilotphase mit Verkaufsstellen für die neuen SOLSTRALE Fotovoltaikanlagen in Kaarst, Eching, Walldorf, Ulm und Freiburg startet der Verkauf deutschlandweit Anfang 2019. Partner von Ikea ist das britische Solar-Unternehmen Solarcentury, das auch schon in England, Belgien und den Niederlanden aktiv ist.