In jungen Jahren reicht das Monatsbudget vielfach nicht, um Reichtümer anzuhäufen. Um so wichtiger ist es, schon früh die richtige Strategie für den Vermögensaufbau zu wählen. Wohneigentum stellt dabei eine wichtige Säule dar. Sparen allein reicht nicht.

Nach Angaben des Meinungsforschungsinstitutes Kantar sehen sich derzeit weniger als 40 Prozent der Deutschen in der Lage, für bestimmte Zwecke zu sparen. Das ist der niedrigste Wert seit 25 Jahren. Ursache ist vor allem die starke Preisexplosion. Betroffen davon sind die Sparmotive Altersvorsorge und Konsum. Wohneigentum und Kapitalanlage konnten dagegen ihr Niveau halten. Das statistische Bundesamt hat eine Sparquote der privaten Haushalte für das 1. Halbjahr 2022 von 11,1 Prozent ermittelt. Im 1. Halbjahr des Vorjahres lag die Quote bedingt durch Corona-Einschränkungen noch bei 18,2 Prozent. Das war ein historischer Höchstwert.

Die Finanzierung von Wohneigentum spielt beim Vermögensaufbau eine wichtige Rolle. Im Jahr 2021 wurden 316,5 Milliarden Euro zur privaten Wohnungsbaufinanzierung ausgezahlt. Die Sparkassen erzielten mit fast 100 Milliarden Euro den größten Marktanteil von 31,4 Prozent. Die Genossenschaftsbanken kamen auf einen Marktanteil von 25,6 Prozent. Der Marktanteil der Kreditbanken lag bei 23,0 Prozent. Die Bausparkassen erreichten ihr zweitbesten Ergebnis und erreichten einen Marktanteil von 12,7 Prozent. Realkreditinstitute, also private Hypothekenbanken und öffentlich-rechtliche Grundkreditanstalten, kamen auf 3,4 Prozent gefolgt von Lebensversicherungen mit einem Marktanteil von 2,7 Prozent. Die Landesbanken erreichten einen Marktanteil von 1,1 Prozent.

Die Bildung von Wohneigentum ist der klassische Einstieg in den Vermögensaufbau. Die Politik will ab 2023 den Erwerb von Wohneigentum wieder besser fördern. Als Absicherung im Alter durch mietfreies Wohnen entlasteten eigene vier Wände die sozialen Sicherungssysteme. Zugleich schafft Wohneigentum einen inflationssicheren Vermögenswert, der an Kinder und Enkel weitergegeben werden kann.

Oft stellt mangelndes Eigenkapital die größte Hürde beim Wohneigentumserwerb dar. 80 Prozent der Mieter würden nach neuesten Umfragen am liebsten in eigenen vier Wänden wohnen. 25 Prozent von ihnen planten einen Immobilienkauf, auch wenn fast alle meinten, dass dies heute schwieriger sei als noch vor fünf Jahren.