In der Urlaubszeit fragen sich viele Reisende, ob es nicht reizvoll wäre, an einem schönen Ort ein Domizil zu besitzen. Möglicherweise wäre das sogar eine lukrative Geldanlage, denn die Eigentümer profitieren einerseits von der Wertsteigerung und können außerdem Mieteinnahmen erzielen. Wer sich mit diesen Gedanken trägt, braucht zuerst einen Überblick.
Eine Kaufpreis-Analyse des Internetportals von immowelt.de zeigt die beliebtesten Ferienregionen Deutschlands auf. Danach sind Wohnungen auf den Nordseeinseln am teuersten. Die Quadratmeterpreise betragen auf Sylt 7.910 Euro, auf Norderney 7.830 Euro und auf Wangerooge 6.990 Euro. Preiswerter sind Gemeinden auf dem Festland. Zwischen Nord- und Ostsee gibt es große Preisunterschiede. Auf Usedom und Rügen liegen die Preise zwischen 3.700 Euro in Heringsdorf und 2.080 Euro in Göhren. Auch die Alpen sind beliebt und dementsprechend teuer. Höchste Kaufpreise zahlt man am Tegernsee mit 6.720 Euro und in Garmisch-Partenkirchen mit 4.390 Euro. Am Bodensee liegen die Immobilienpreise in Konstanz, Lindau und Überlingen über der 4.000-Euro-Marke.
Wer auf der Suche nach günstigen Preisen ist und sich mit abgelegenen Standorten arrangieren kann, wird abseits der bekannten Urlaubsorte fündig. So verzeichnet Wangerland mit 1.380 Euro pro Quadratmeter die niedrigsten Preise aller untersuchten Gebiete – Immobilien kosten dort fünf Mal weniger als auf der vorgelagerten Insel Wangerooge. Auch Orte wie Butjadingen (1.460 Euro), Esens (1.540 Euro) und Wurster Nordseeküste (1.640 Euro) liegen preislich am unteren Ende der Tabelle. Eine Ausnahme bildet St. Peter-Ording. Immobilien am Wattenmeer kosten aktuell 4.520 Euro. Die Preisspanne in bayerischen Urlaubsregionen ist kleiner. Lediglich im Allgäu und im Chiemgau sind Immobilien etwas günstiger. In Oberstdorf kostet der Quadratmeter zum Beispiel 2.940 Euro, in Inzell 1.990 Euro.