Die Bundesregierung hat der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) weitere Fördermittel zur Verfügung gestellt. Seit dem 22.02.2022 können wieder Anträge zur energieeffizienten Sanierung über die KfW gestellt werden. Die Zuschussförderung für Einzelmaßnahmen der BEG steht über das BAFA weiterhin zur Verfügung. Auf welche Weise der Neubau künftig gefördert werden soll, ist noch nicht entschieden.

Die gesamte staatliche Unterstützung läuft im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Die BEG gilt für alle energetischen Baumaßnahmen bei Wohnhäusern und Nichtwohngebäuden, sowohl im Neubau als auch für die energetische Sanierung. Förderfähig sind Gesamtsanierungen aber auch Einzelmaßnahmen in Bestandsgebäuden.

Die Bundesregierung hatte Ende Januar 2022 einen Förderstopp für Effizienzhäuser verkündet. Betroffen waren die Förderprogramme der KfW-Bank. Zuschüsse für Einzelsanierungsmaßnahmen über das Bundesamt BAFA konnten weiter beantragt werden. Grund für den Stopp war der ausgeschöpfte Fördertopf.

Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer können jetzt wieder bis zu 50 Prozent Förderung für umfassende energetische Sanierungen erhalten. Wer das eigene Haus auf den anspruchsvollsten Standard Effizienzhausklasse 40 saniert, erhält maximal 75.000 Euro. Im Neubau ist die Effizienzhausklasse 55, wie schon länger vorgesehen, weggefallen. Die Effizienzhausklasse 40 soll künftig ebenfalls weiter gefördert werden. Ab wann und wie hoch, ist jedoch noch unklar.

Die Effizienzhaus-Standards 100, 85, 70, 55 und 40 für sanierte Bestandsgebäude bestehen unverändert weiter. Die Förderung liegt wie bislang zwischen 27,5 und 45 Prozent Tilgungszuschuss. Hinzu kommt ein Bonus für die überwiegende Nutzung von erneuerbaren Energien. Die EE-Klasse bringt fünf Prozentpunkte mehr Fördergeld. Mit ihr steigen auch die förderfähigen Kosten von 120.000 auf 150.000 Euro pro Wohneinheit an. Beim Standard Effizienzhaus 40 mit der EE-Klasse kommt man daher auf bis zu 75.000 Euro Fördergeld je Wohnung.