„Billiger wird‘s nicht“, brüllt der Markthändler auf dem Höhepunkt der Saison. Dieser Satz gilt auch für Immobilien – denn diese haben seit rund zehn Jahren Hochsaison. Die Coronakrise hat daran nichts geändert – im Gegenteil. Die Preise steigen weiter. Wer sein Geld in Immobilien anlegen will, sollte das grundsätzlich eher früher als später tun.

Welcher Immobilienart der Vorzug gegeben wird, ist nicht ganz unerheblich, aber in den meisten Fällen von persönlichen Vorlieben geprägt. Am naheliegendsten ist für viele der Kauf einer Wohnimmobilie zur eigenen Nutzung. Aber auch Wohnimmobilien zur Vermietung und Ferienimmobilien sind beliebt. Baugrundstücke, Büro-, Logistik- oder Industrieimmobilien sind zwar ebenfalls äußerst lohnend, erfordern aber Spezialkenntnisse, über die nicht jeder verfügt.
Die Entwicklung der Immobilienpreise spricht für sich. Die Investition in Immobilien ist mit einigen Ausnahmen derzeit anderen Anlageformen weit überlegen. Der Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) für Wohnimmobilien stieg im Bundesgebiet im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5,5 Prozent. Dennoch zeigen sich auch die ersten Auswirkungen der Coronakrise. Die Steigerungsraten nahmen vom Jahresbeginn an in jedem Vierteljahr um 0,5 Prozent ab. Im ersten Quartal betrug die Steigerung 6,5 Prozent, im zweiten 6,0 Prozent und im dritten Quartal 5,5 Prozent. Bei Gewerbeimmobilien ist diese Entwicklung noch eindeutiger: Im ersten Quartal betrug die Steigerung noch 5,4 Prozent, im zweiten nur noch 3,9 Prozent. Büroimmobilien verteuerten sich im zweiten Quartal nur noch um 6,3 Prozent nach 8,4 Prozent im ersten Quartal dieses Jahres. Eine Ausnahme bilden die Preise für Einzelhandels-immobilien. Sie gaben entgegen der Entwicklung in allen anderen Teilmärkten nach, im ersten Quartal um minus 1,1 Prozent, im zweiten Quartal sogar um minus 1,3 Prozent. Die Teilmärkte entwickeln sich zwar unterschiedlich, die Tendenz bei den Immobilienpreisen ist aber weiterhin steigend.