Die Neubaupreise in den deutschen Ballungsräumen stiegen im vergangenen Jahr zwischen 4,9 und 17,4 Prozent – für Neubauwohnungen stärker als für Neubauhäuser. In einigen der zehn größten Städten in Deutschland mit vergleichsweise niedrigen Preisen sind die Preissteigerungen jedoch höher als in anderen.

Leipzig, Bremen und Dresden gehören derzeit zu den günstigsten, München, Stuttgart und Frankfurt am Main zu den teuersten Städten. Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen überstieg das Angebot bei weitem und lag vielerorts über den Vorjahreszahlen. In Leipzig verstärkte sich die Preisdynamik von 15,6 Prozent im Jahr 2019 auf 17,4 Prozent 2020. In Berlin, Frankfurt am Main und Köln verteuerten sich die Neubau-Eigentumswohnungen im Jahr 2020 mit einem Plus von mehr als 10,5 Prozent ebenfalls deutlich.
Die fortgesetzten Preissteigerungen sind ein Indiz für die hohe Nachfrage. Für die Auswertung wurden die durchschnittlichen Angebots-preise für eine neugebaute Vergleichseigentumswohnung und ein neu errichtetes Vergleichseinfamilienhaus in Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart analysiert.
In welcher Region Deutschlands eine Eigentumswohnung oder ein Haus liegt, macht finanziell einen großen Unterschied. In Leipzig verlangten Anbieter:innen im Schnitt rund 300.000 Euro für eine Neubauwohnung. In München waren es dagegen im Schnitt 770.000 Euro. Jedoch verzeichnete München mit 4,9 Prozent den geringsten Preiszuwachs im Städtevergleich. Bei Neubauhäusern stiegen die Angebotspreise nicht ganz so stark. Leipzig verzeichnete den höchsten Zuwachs mit 2,9 Prozent, Berlin folgte mit 2,7 Prozent.
Wer vermehrt im Homeoffice arbeiten kann, sollte sich das Preisniveau in weniger zentralen Wohnlagen ansehen. Finanziell kann es sehr vorteilhaft sein, einige Kilometer mehr zu fahren und dafür beim Kaufpreis zu sparen.