Immer mehr Menschen drängen in die Metropolen, weil sie dort gute Berufsaussichten vermuten. Die stetig steigenden Einwohnerzahlen haben dazu geführt, dass sich die Mieten in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt haben und deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt liegen. Eine Analyse von immowelt.de zeigt den Zusammenhang zwischen Arbeitsplatzsituation und Mietwohnungsmarkt auf.
Bei genauer Betrachtung sei das Verhältnis von Arbeitsstellen und Arbeitslosen in kleinen Städten mit niedrigen Mieten häufig besser ist als in den Metropolen. Teure Mieten und wenige Jobs gibt es in den Metropolen Berlin und Hamburg. Das Verhältnis von Jobs zu Arbeitslosen liegt unter dem Deutschlandschnitt und die Mieten darüber.
Der Anstieg der Mieten in Berlin hat sich zuletzt stark verlangsamt, während deutliche Zuwächse im Umland zu verzeichnen sind. Die Angebotsmieten stiegen im Stadtgebiet im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent. Im Vorjahreszeitraum waren es noch zehn Prozent gewesen. Im Berliner Speckgürtel wurden dagegen Mietsteigerungen zwischen neun und dreizehn Prozent verzeichnet. 
Die Angebotsmieten in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen steuern auf eine Entspannung zu. In 35 der 66 untersuchten Regionen in Norddeutschland beruhigten sich die Angebotsmieten. 21 Regionen verzeichnen moderate Steigerungen von bis zu drei Prozent, darunter Osnabrück, Salzgitter und der Landkreis Pinneberg. In den größten Städten Hamburg, Hannover und Bremen sind die Preise stabil.
Anders sieht es in Bayern und Baden-Württemberg aus: Die Mieten klettern seit Jahren steil nach oben. In den Hauptstädten München und Stuttgart ist dies auch weiter der Fall. In der Hälfte der untersuchten Stadt- und Landkreise entspannt sich der Mietmarkt allerdings: Insgesamt sind in 17 Stadt- und Landkreisen die Mieten von 2018 auf 2019 gesunken, in weiteren 13 Kreisen blieben sie unverändert.