Die Preisentwicklung auf den regionalen Immobilienmärkten verläuft uneinheitlich. Einzelne Entwicklungen können Hinweise darauf geben, wie sich ein Trend fortsetzt. Beispielsweise stiegen die Kölner Wohnungspreise seit Ende 2016 kontinuierlich an und verteuerten sich innerhalb eines Jahres um mehr als 13 Prozent. Im ersten Quartal 2018 sind sie mit 0,1 Prozent nun aber erstmals wieder leicht rückläufig. Auch in Dortmund zahlen Immobilienkäufer verglichen mit dem Vorquartal sowohl für Wohnungen als auch für Häuser etwas weniger.

In Köln wird immer noch zu wenig gebaut, das Angebot an Immobilien ist zu gering. Eine nachhaltige Entspannung bei den Immobilienpreisen ist daher in naher Zukunft, solange die Zinsen niedrig bleiben, nicht zu erwarten. Ein Blick auf den Medianpreis zeigt jedoch: Günstig ist Köln nicht. Die Bewohner der Rheinmetropole zahlen rund 2.744 Euro pro Quadratmeter für eine Wohnung.

Auch in Deutschlands Norden klettern die Preise für Immobilien nicht mehr ganz so schnell. In Hamburg nehmen Wohnungen weiterhin kontinuierlich an Wert zu. Vergleicht man die aktuellen Zahlen mit denen der ersten Monate 2017, ergibt sich eine Steigerung von 9,91 Prozent. Berlin hat im Jahresvergleich der ersten Quartale mit plus 15,45 Prozent den dynamischsten Wohnungsmarkt der nord- und ostdeutschen Metropolregionen.

Die südlichen Metropolregionen München, Frankfurt und Stuttgart verzeichnen Teuerungskurven, die im Vergleich zum Vorjahresquartal im zweistelligen Prozentbereich liegen. Für München prognostiziert der „Rat der Immobilienweisen“ zwar einen deutlichen Rückgang der Immobilienpreise in den nächsten Jahren. Dieser Aussage stimmen aber längst nicht alle Immobilienspezialisten zu.

Kaufinteressenten weichen inzwischen den hohen Forderungen aus und suchen nach Alternativen. Meistens sehen sie sich zuerst im näheren Randbereich der Städte um. Diese Beobachtung trifft auf alle deutschen Metropolen zu; deren Speckgürtel wachsen überall.