Nach den Angebotsmieten schwächt sich auch der Anstieg der ortsüblichen Vergleichsmieten in Deutschland ab. Das zeigt der aktuelle Mietspiegelindex, den das Hamburger Institut F+B seit 1996 erstellt.  Danach stiegen die Vergleichsmieten im ganzen Jahr 2019 nur noch um 1,8 Prozent, das waren 0,4 Prozentpunkte weniger als im Vorjahreszeitraum.
Die Zahlen spiegeln die Entwicklung der Mieten im Bestand wider. Analysiert werden die Nettokaltmieten von Normalwohnungen mit 65 Quadratmetern Wohnfläche, mittlerer Ausstattung und Lage in Gemeinden mit Mietspiegeln und mindestens 20.000 Einwohnern.
Die Top-30-Städte erreichen 2019 das höchste Mietpreisniveau. Die teuersten zehn Städte verteilen sich hälftig auf die beiden süddeutschen Regionen München und Stuttgart.
Die teuerste Großstadt für Mieter ist erstmals Stuttgart und nicht mehr München. Die Stuttgarter zahlen durchschnittlich 10,41 Euro pro Quadratmeter Nettokaltmiete für ihre Wohnungen. Sie liegen damit um 48 Prozent über dem durchschnittlichen Mietpreis aller untersuchten Städte von 7,04 Euro. Die höchste Nettokaltmiete von 10,86 Euro pro Quadratmeter zahlen Einwohner der kleinen Münchner Nachbargemeinde Karlsfeld im Landkreis Dachau.
Hamburg folgt erst auf Rang 13. In der Hansestadt wird die Durchschnittsmiete von 8,79 Euro je Quadratmeter um 25 Prozent übertroffen. Weitere Beispiele:  Düsseldorf, Rang 19, 8,60 Euro, 22 Prozent über dem Schnitt; Frankfurt/Main, 20. Platz, 8,59 Euro, 22 Prozent über dem Schnitt; Köln, 23. Platz, 8,44 Euro, 20 Prozent über dem Schnitt.
Vergleichsweise günstig gegenüber anderen Metropolregionen ist Berlin. In den westlichen Stadtteilen Berlins kosten Bestandswohnungen momentan im Schnitt 7,32 Euro, in den östlichen 6,55 Euro pro Quadratmeter. Allerdings sind die Bestandsmieten sowohl im Berliner Altbau- als auch im Neubausegment überdurchschnittlich angestiegen.