Wie erschwinglich ein Haus oder eine Wohnung ist, hängt davon ab, wie hoch das Einkommen des Erwerbers ist. Der Immobilienverband Deutschland IVD und auch das Forschungsinstitut Bulwiengesa haben Erschwinglichkeitsindices entwickelt, die sowohl die Einkommens- als auch die Kostenentwicklung für den Erwerb von Wohneigentum ins Verhältnis setzen.

Interessant wird es, wenn man den Erschwinglichkeitsindex für verschiedene Städte berechnet, wie das jüngst Homeday.de gemacht hat. Danach müssen Haushalte für ihren Traum von den eigenen vier Wänden in München, Frankfurt am Main und Berlin im Durchschnitt rund fünfmal so lange arbeiten wie in günstigen Großstädten. Die aktuelle Untersuchung wurde in den 80 größten deutschen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern durchgeführt. In den erschwinglichsten Städten reichen für den Erwerb einer 75 Quadratmeter großen Wohnung zwei bis drei verfügbare Jahreseinkommen, in den teuersten Regionen müssen Käufer bis zu elf komplette Jahreseinkommen für eine vergleichbare Immobilie zahlen. Der bundesdeutsche Durchschnitt liegt bei gut vier Jahreseinkommen. 

In München werden landesweit die höchsten Immobilienpreise bezahlt. Bei einem mittleren Kaufpreis von 6.867 Euro pro Quadratmeter müssen Interessenten dort für eine 75 Quadratmeter große Wohnung derzeit mehr als 515.000 Euro bezahlen. Umgerechnet auf die jährliche Kaufkraft der Münchner Haushalte in Höhe von durchschnittlich 48.601 Euro sind fast elf Jahreseinkommen aufzubringen – zuzüglich Kaufnebenkosten. Zum Vergleich: In Frankfurt am Main sind es 9,3, in Berlin 8,4, in Freiburg 7,8 und in Regensburg 7,7 verfügbare Jahreseinkommen.

Dass es auch anders sein kann, zeigen 25 Großstädte, in denen weniger als drei Jahreseinkommen für den Erwerb von Immobilieneigentum fällig werden. Häufig liegen die Kaufpreise für eine 75 Quadratmeter große Wohnung in preiswerten Städten deutlich unter von 100.000 Euro. Dementsprechend sind für den Erwerb des Wohneigentums, zum Beispiel in Hagen, Cottbus, Remscheid und Salzgitter, nur rund zwei Jahreseinkommen zu veranschlagen.