Schneemassen im Süden, Sturmfluten im Norden – der Winter hat Einzug gehalten. Welche Versicherung kommt für mögliche Schäden auf? Welche Versicherungen brauchen Hausbesitzer und Mieter? Hier die wichtigsten Informationen:
Die Wohngebäudeversicherung ist für Schäden am Haus zuständig. Die Versicherung zahlt aber erst, wenn ein Sturm mindestens Windstärke acht erreicht und Schäden durch Sturm und Hagel versichert sind. Ersetzt werden die Kosten für abgedeckte Dächer, abgeknickte Schornsteine oder Schäden am Haus durch umgestürzte Bäume. Nebengebäude wie Gartenhaus oder Garage sind nur versichert, wenn sie in der Police vermerkt sind.
Die Elementarschaden-Zusatzversicherung wird immer wichtiger. Dieser Schutz gilt bei Schäden durch Überschwemmungen, Erdrutsch, Lawinen und Erdbeben. Das kann auch in Gegenden wichtig sein, die fernab von einem Fluss oder von Bergen liegen, weil Starkregen überall vorkommen kann. Die Police wird als Ergänzung zur Gebäudeversicherung und zur Hausratversicherung angeboten. Hausbesitzer, die in den vergangenen fünf oder zehn Jahren einen solchen Schaden hatten, bekommen oft keinen Vertrag, darauf macht Stiftung Warentest aufmerksam. Für viele Versicherte lohnt sich ein Wechsel, denn die Unterschiede zwischen den einzelnen Tarifen sind enorm.
Wenn etwas passiert ist, muss der Hausbesitzer aktiv werden. Im Rahmen der Schadenminderungspflicht muss er, soweit möglich, zum Beispiel ein vom Sturm eingedrücktes Fenster mit einer Plane abdecken, damit der Schaden nicht größer wird.
Überprüfen Sie auch die Verträge von Haftpflichtversicherungen. Die Angebote sind mit den Jahren immer besser geworden. Wer seinen Vertrag vor fünf oder mehr Jahren abgeschlossen hat, kann heute in der Regel besseren Schutz bekommen, eventuell sogar zu günstigeren Preisen. Die Versicherungssumme für Personen- und Sachschäden sollte mindestens zehn Millionen Euro betragen.