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Deutsche Städte zwischen Herausforderung und -Selbstbestimmung

Foto: © Canva, Pixabay


Das Städteranking zeigt, in welcher deutschen Stadt es sich gut leben lässt, welche Stadt den meisten Komfort bietet, die beste Infrastruktur hat und das höchste Bildungsangebot bereitstellt. Wie können unsere Städte auch in Zukunft ihre hohe Lebensqualität erhalten?

Im Auftrag von WirtschaftsWoche und ImmoScout24 hat das IW Consult alle 71 kreisfreien Städte Deutschlands mit mehr als 100.000 Einwohner:innen verglichen. Das Städteranking bewertet die Städte in den vier Kategorien Arbeitsmarkt, Wirtschaftsstruktur, Immobilienmarkt und Lebensqualität sowie anhand ihrer Entwicklung der letzten fünf Jahre.

Die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam steht im Infrastrukturindex ganz oben: Sie hat eine hohe Dichte an Hochschulen (Rang 1), und der Zustand der Brücken, Autobahnen und Bundesstraßen ist vergleichsweise befriedigend (Rang 2). Zudem ist die Dichte an MINT-Forschungseinrichtungen hoch und die Glasfaserversorgung gut ausgebaut (jeweils Rang 5). Den zweiten Platz belegt Regensburg, das insbesondere in den Bereichen Klima und Bildung gut aufgestellt ist. Ingolstadt komplettiert die Top 3 und landet gleich bei vier Einzelindikatoren an der Spitze, insbesondere bei der digitalen und elektrischen Infrastruktur (Gigabitversorgung von Schulen, Glasfaserausbau und Dichte von Elektrotankstellen). Die drei Schlusslichter im Infrastrukturindex sind Duisburg (Platz 69), Salzgitter (Platz 70) und Hamm (Platz 71). 

Das Städteranking liefert jedes Jahr neue Ergebnisse. Das liegt an der dynamischen Entwicklung, auf die Städte nur bedingt Einfluss haben. Viele Einflüsse kommen von außen und lassen sich nicht einfach beseitigen. Entscheidend wird sein, wie die Städte die Herausforderungen der Zukunft meistern, denn sie sind Verursacher und Betroffene zugleich. „In den Städten werden die meisten Treibhausgasemissionen durch Wohnen, Mobilität und wirtschaftliche Aktivitäten ausgestoßen. Zugleich sind die Auswirkungen der Klimakrise durch Extremwetter, Hitzeinseln usw. besonders in den Städten spürbar. Andererseits können dort Impulse für neue innovative soziale Praktiken und Technologien entstehen und auch skaliert werden. Städte können hier viel ausrichten“, sagt Prof. Mario Tvrtkovic von der Hochschule Coburg.