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Ob Immobilien erschwinglich sind, hängt von den Gegebenheiten des Immobilienmarktes, des Finanzmarktes und der Höhe des individuellen Eigenkapitals ab. Derzeit sind die Chancen für Immobilienkäufer besser als noch vor einigen Monaten.
Wenn die Erschwinglichkeit von Wohneigentum abnimmt, hat das deutliche Folgen für die Vermögensbildung, die soziale Mobilität und die Generationengerechtigkeit, berichtet das Kiel Institut für Weltwirtschaft. Die Wissenschaftler betrachten die Erschwinglichkeit aus zwei Perspektiven. Einerseits geht es um die Finanzierbarkeit von Zins- und Tilgungskosten und andererseits um die Aufbringung des nötigen Eigenkapitals für den nicht fremdfinanzierten Teil des Kaufpreises sowie der Steuern und Nebenkosten. Diese Daten werden kombiniert mit den Hypothekenkonditionen, Haushaltseinkommen und Immobilienpreisen. Das Institut hat herausgefunden, dass sich die Hypothekenzahlungen relativ zum Einkommen im Zeitraum von 1980 bis 2024 nur wenig verändert haben.
Der Interhyp-IW-Erschwinglichkeitsindex beantwortet die Frage nach der Erschwinglichkeit ähnlich – er setzt Kaufpreise, Finanzierungsparameter und Haushaltsnettoeinkommen in Beziehung. Die daraus abgeleiteten Indikatoren ermöglichen es, die Erschwinglichkeit zu messen. Nach dieser Berechnung hat sich die Erschwinglichkeit von selbst genutztem Wohneigentum im bundesweiten Durchschnitt in den vergangenen zwei Jahren spürbar verbessert. Es zeigen sich jedoch regionale Unterschiede in der Erschwinglichkeit. Im Gegensatz zur Lage in den Top-7-Metropolen ist der Kauf in vielen anderen Großstädten und deren Umland wieder erschwinglich.
Der Immobilienmarkt spiegelt diese Ergebnisse bereits wider: Zum Jahresende 2025 flachte der Preisanstieg auf dem deutschen Immobilienmarkt ab. Die Preise für Eigentumswohnungen gingen leicht zurück, für Einfamilienhäuser stiegen sie nur moderat. Gleichzeitig nahm die Zahl der Transaktionen nach dem starken Einbruch im Jahr 2023 weiter zu. Diese Entwicklung setzte sich 2025 fort. Beim Kauf von Eigentumswohnungen nähern sich Angebotspreise und tatsächlich erzielte Transaktionspreise inzwischen weiter an. Der Verhandlungsspielraum wird geringer – das zeigt eine aktuelle Auswertung von ImmoScout24 und Sprengnetter.





