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Das ist eine gute Nachricht: Das Abfallaufkommen ist so niedrig wie seit 2010 nicht mehr. Und: Erstmals seit 2012 gab es weniger als 200 Millionen Tonnen Bau- und Abbruchabfälle. Die Bundesbürger machen vieles richtig.
Die jahrzehntelange Aufklärung in Sachen Mülltrennung ist wirksam. Im Jahr 2023 sind in Deutschland 380,1 Millionen Tonnen Abfälle angefallen. Wie das Statistische Bundesamt zum Internationalen Tag der Umwelt am 5. Juni 2025 mitteilte, waren das 4,8 Prozent oder 19,0 Millionen Tonnen Abfälle weniger als im Vorjahr. Damit sank das jährliche Abfallaufkommen seit dem Höchststand von 417,2 Millionen Tonnen im Jahr 2018 kontinuierlich.
Das Aufkommen an Bau- und Abbruchabfällen sank im Jahr 2023 erstmals seit 2012 wieder unter die 200-Millionen-Tonnen-Marke. Der überdurchschnittliche Rückgang in diesem Bereich um 8,1 Prozent bzw. 17,4 Millionen Tonnen war maßgeblich für die Gesamtentwicklung des Abfallaufkommens. Ursächlich dafür ist die stark gebremste Bauwirtschaft. Die Menge der Siedlungsabfälle, also der Abfälle aus privaten Haushalten, stieg hingegen geringfügig um 0,6 Prozent bzw. 0,3 Millionen Tonnen.
Schon Kleinkinder lernen heute im Kindergarten, worauf es ankommt: Plastik als Wegwerfverpackung sollte möglichst vermieden oder nur wiederverwendbar genutzt werden. Denn die Produktion, Nutzung und Entsorgung von Kunststoffen verursacht erhebliche Umweltprobleme. To-Go-Verpackungen tragen besonders zur Verschmutzung öffentlicher Räume bei und verursachen für Kommunen hohe Kosten. Zudem gefährden falsch entsorgte Kunststoffe die Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte, was aufwändige Nachsortierungen erforderlich macht.
In der Publikation „Nachhaltige Kunststoffkreisläufe: Regionale Vermeidungs- und Substitutionsstrategien“ präsentiert das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) die Ergebnisse eines Praxistests zur Reduzierung von Kunststoffabfällen und zur Förderung der Kreislaufwirtschaft. Ein Element der Studie war die Optimierung der Bioabfallsammlung in Großwohnanlagen (GWA). Dabei spielte die Einbindung von Hausmeister:innen, Hausverwaltungen und Bewohner:innen eine entscheidende Rolle. Die Ergebnisse der zugrunde liegenden Studie können auch anderen Kommunen bei der Umsetzung ihrer Kreislaufwirtschaft helfen.