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Wärmepläne: Wie werden wir zukünftig heizen?



Bild: © Alexander Fox, Pixabay, 2026 (Symbolbild, Authentic Image)

Pünktlich zur Jahresmitte 2026 liegen kommunale Wärmepläne für die Hälfte der deutschen Bevölkerung vor. Rund zwei Drittel aller Gemeinden haben ihre Wärmeplanung bereits abgeschlossen. Viele Eigentümer können nun besser planen, wie sie ihre Immobilien zukunftsfähig sanieren. 

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) begleitet die kommunale Wärmeplanung bundesweit mit einem Monitoring. Erstmals enthält der Bericht zudem eine vertiefte Analyse der Wärmepläne deutscher Großstädte. „Die kommunale Wärmeplanung hat bundesweit deutlich an Dynamik gewonnen“, sagt Justus Thiele, Autor des Berichts.

Ein Schwerpunkt des Halbjahresberichts ist die Wärmeplanung in Großstädten. Für Städte mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern endete die gesetzliche Frist zur Vorlage eines Wärmeplans am 30. Juni 2026. Von den 83 Großstädten haben 72 ihre Wärmeplanung fristgerecht abgeschlossen. Die Auswertung der Wärmepläne zeigt, dass viele Großstädte ambitionierte Ziele für den Umbau ihrer Wärmeversorgung verfolgen. Mehr als die Hälfte der vorliegenden Pläne orientiert sich am Zieljahr 2045, rund ein Drittel strebt bereits das Jahr 2040 an. Einzelne Städte wollen ihre Wärmeversorgung sogar schon bis 2035 oder 2038 klimaneutral umstellen.

Viele der untersuchten Wärmepläne für Großstädte kalkulieren mit einer jährlichen Sanierungsrate von zwei Prozent. Die tatsächliche Sanierungsquote bei Wohngebäuden lag 2025 bundesweit dagegen bei unter einem Prozent. Damit besteht ein deutlicher Handlungsbedarf, der durch die Erfahrungen des Hitzesommers 2026 noch verstärkt wird.

Auch Wärmenetze gewinnen nach den Planungen der Kommunen an Bedeutung. Soweit die Wärmepläne konkrete Angaben zum Anteil der Wärmenetze an der Wärmeversorgung enthalten, liegt dieser im Basisjahr durchschnittlich bei rund 22 Prozent. Mehr als die Hälfte der auswertbaren Wärmepläne sieht künftig einen Wärmenetzanteil von über 50 Prozent vor.

Immobilieneigentümer müssen jedoch nicht auf den Ausbau der kommunalen Wärmeversorgung warten, sondern können bereits heute selbst aktiv werden – etwa durch die Installation einer Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach.