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Klimaschutz beim Bauen muss nicht teuer sein



Foto: © AG, Grabener Verlag, Kiel, 2025

Es ist ein Vorurteil, dass nachhaltiges, klimagerechtes Bauen teurer
sein muss als herkömmliche Standards. Studien, Initiativen und prakti-
sche Beispiele zeigen das Gegenteil. Jetzt ist ein Umdenken angesagt.

Es ist möglich, Gebäude mit geringen Kosten zu errichten und zu betreiben,
die geringe CO2-Emissionen verursachen und ein sehr gutes Zertifizie-
rungsergebnis erzielen.

Dies hat die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges
Bauen (DGNB) in der Kurzstudie „Lebenszyklusbasierte Betrachtung von
Gebäuden“ herausgefunden. Die Erhebung macht deutlich, dass es keine
eindeutige Verbindung zwischen den Ökobilanzwerten und den Herstel-
lungskosten von Immobilien gibt. Die DGNB hat untersucht, ob und in
welcher Höhe Mehr- oder Minderkosten entstehen, wenn Auftraggeber
lebenszyklusoptimierte, klimafreundliche Gebäude realisieren wollen.

Hierzu wurden die Ökobilanzdaten von 28 DGNB-zertifizierten Wohnungsneu-
bauten auf vielfältige Weise ausgewertet.


Auch der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunterneh-
men hat ein neues Gutachten zum kostengünstigen Wohnungsbau sowie
zum Gebäudetyp E vorgelegt. Es basiert auf der Diskussion der vergange-
nen drei Jahre und enthält konkrete, flankierende Handlungsvorschläge, die
auf den aktuellen Koalitionsvertrag Bezug nehmen. Es zeigt auf, wie über-
höhte, baukostensteigernde Standards einfach und rechtssicher vermieden
werden können.


Wie ein Pilotvorhaben neue Maßstäbe für einfaches Bauen setzen kann,
zeigt derzeit das erste Bauvorhaben in Baden-Württemberg, das nach dem
Prinzip des „Gebäudetyps E“ am Firmenhauptsitz des Beratungsunter-
nehmens Drees & Sommer SE in Stuttgart-Vaihingen entsteht. Es handelt
sich um den bislang größten Bürokomplex in Deutschland, bei dem dieser
zukunftsgerichtete Ansatz verfolgt wird.


Auch Hamburg ist bereits weit fortgeschritten: Der Hamburg-Standard soll
eine neue Baukultur ermöglichen, um auch in Zukunft bezahlbaren und
attraktiven Wohnraum schaffen zu können. Durch eine bedarfsgerechtere
Planung, effizientere Verwaltungsabläufe und schnellere Genehmigungen
können beim Wohnungsneubau bis zu 2.000 Euro pro Quadratmeter Wohn-
fläche eingespart werden.