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Immobilienpreise stabil, Kauflaune gedämpft

Foto: © Wal, Pixabay

Die Entwicklung der Immobilienpreise in deutschen Großstädten verläuft derzeit insgesamt mit wenig Dynamik. Das Preisniveau hat sich vielerorts stabilisiert. Regionale Unterschiede vergrößern sich. Die Kauflaune zeigt sich gedämpft. Kaufinteressierte zeigen sich durch die wirtschaftliche Lage verunsichert und abwartend. 

In deutschen Metropolen driften die Wohnimmobilienpreise innerhalb der Stadtgrenzen wieder auseinander. Nachdem die Preise in den zentralen Lagen in den Vorjahren stärker gesunken waren, stiegen sie im Jahr 2025 wieder kräftiger an als in den Außenbezirken. Dies zeigt die jüngste Auswertung des German Real Estate Index (GREIX) zu Wohnimmobilienpreisen auf Stadtviertelebene. Der GREIX ist ein Gemeinschaftsprojekt der lokalen Gutachterausschüsse und des Kiel Instituts für Weltwirtschaft.

Die Daten für 2025 deuten auf eine Rückkehr zu den Mustern des letzten Marktzyklus (2006–2022) hin: In Aufwärtsphasen legen die Preise in den Zentren stärker zu als in den Randbezirken. Damit kehrt sich der Trend der jüngsten Korrekturphase um, in der die Innenstädte noch überdurchschnittliche Verluste verzeichnet hatten.

„Wir beobachten im Jahr 2025 eine Trendumkehr: Nachdem die Preise in den Stadtkernen während der Phase steigender Zinsen überproportional nachgegeben haben, sehen wir nun eine Gegenbewegung. Eine Hypothese ist, dass Wohnimmobilien in zentraler Lage aufgrund ihres geringeren Risikos sensitiver auf Veränderungen von Zinsen reagieren“, sagt Jonas Zdrzalek, GREIX-Projektleiter am Kiel Institut für Weltwirtschaft.

Während das Preisverhältnis zwischen Zentrum und Randlage im Jahr 2024 auf einen Wert von ca. 1,25 gesunken war, kletterte es im Jahr 2025 auf 1,27 an. Das bedeutet, dass Wohnungen in zentralen Lagen im Schnitt rund 27 Prozent teurer sind als in nicht zentralen Lagen. Zum Vergleich: Im Jahr 1990 betrug dieser Aufschlag lediglich fünf Prozent und hat sich seitdem mehr als verfünffacht.

Insider berichten: Wenn das Objekt den Wunschvorstellungen nicht möglichst vollständig entspricht, sind viele Interessent:innen derzeit nicht bereit, Zugeständnisse beim Kauf zu machen. Sie wohnen dann lieber weiterhin zur Miete und verschieben ihren Kaufwunsch.