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Wohnkostenbelastung von Mietern und Eigentümern

Foto: © Deutsches Zentrum für Altersfragen, Berlin, 2026

Die Wohnkostenbelastung von für Mieter:innen und Eigentümer:innen unterscheiden sich über den gesamten Lebensverlauf. Einige soziale Gruppen sind besonders belastet: Dazu gehören alleinlebende Mieter:innen, Menschen mit Migrationshintergrund und Mieter:innen mit niedrigen Einkommen. Auch wo man lebt, spielt eine Rolle. 

Wissenschaftler:innen des Deutschen Zentrums für Altersfragen haben für den Zeitraum von 1992 bis 2022 die Wohnsituation von Mieter:innen und Eigentümer:innen im Alter zwischen 20 und 80 Jahren untersucht. Bei Mieter:innen ist die Wohnkostenbelastung zu Beginn des Erwachsenenalters relativ hoch, sinkt im weiteren Verlauf des Erwerbslebens jedoch. Nach dem Renteneintritt steigt sie wieder deutlich an. Besonders betroffen sind Menschen mit geringem Einkommen, mit Migrationshintergrund sowie Alleinstehende – bei ihnen liegt die Belastung bei rund 30 Prozent.

Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich auch mit Blick auf die Region und den Siedlungstyp: In Ostdeutschland ist die Wohnkostenbelastung geringer als in Westdeutschland und auf dem Land niedriger als in der Stadt.

Bei Wohneigentümer:innen zeigt sich ein anderes Muster: Wohneigentum wird meist in jüngeren Jahren erworben, oft bis zum 40. Lebensjahr. In dieser Lebensphase ist die finanzielle Belastung besonders hoch. Im gesamten Verlauf zeigen sich zwischen den verschiedenen Gruppen von Eigentümer:innen geringere Unterschiede in der Wohnkostenbelastung als bei den Mieter:innen.

Vergleicht man Mieter*innen und Eigentümer*innen im Alter, zeigen sich unabhängig von Einkommen, Haushaltstyp, Migrationshintergrund, Region und Siedlungstyp deutliche Unterschiede. Die Ergebnisse legen nahe, dass Wohneigentum vor einer hohen Wohnkostenbelastung im Alter schützen kann. Hohe Immobilienpreise und Erwerbsnebenkosten wie die Grunderwerbsteuer erschweren den Erwerb von Wohneigentum für immer mehr soziale Gruppen, sodass nicht alle von diesem Vorteil profitieren können.

Die Befunde sind sozial- und wohnungspolitisch hoch relevant, da sie sowohl besonders belastete Bevölkerungsgruppen als auch belastungsintensive Lebensphasen identifizieren.